Samstag, 21. Januar 2012

Fast ein Kilo Heidelbeer'



Jedes Jahr sammle ich im Mühlviertel Heidelbeeren. Nicht wirklich begeistert. Es dauert lange und man bekommt Rückenschmerzen. Und nach zwei Stunden habe ich gerade mal genug für zwei Kuchen und ein bisschen Marmelade. Aber sonntags freue ich mich dann immer über das Buttersemmerl mit Heidelbeermarmelade! Und im Winter habe ich die Mühe sowieso längst vergessen und freue ich mich, wenn ich Heidelbeeren aus der Tiefkühltruhe hole und einen Kuchen backen kann.
Unser Rosmarin im Garten lebt dank der milden Temperaturen immer noch, darum entschied ich mich für den Heidelbeer-Streuselkuchen mit Rosmarin von Martin.
Insgesamt geriet er mir etwas flüssig (liegt wahrscheinlich an den tiefgekühlten Heidelbeeren), das wirkt sich aber nicht auf den Geschmack aus. Der war herrlich frisch und fruchtig. Ist ja auch fast ein Kilo Heidelbeeren drinnen! Die Kombination Heidelbeer-Rosmarin ist ganz phantastisch – im Sommer muss ich den Kuchen unbedingt mit frischen Heidelbeeren probieren.

Heidelbeer-Streusel-Kuchen mit Rosmarin

Mürbteig:
50 g Zucker
100 g Butter
150 g Mehl
1 Ei
1 g Backpulver
1 Prise Vanille
etwas geriebene Zitronenschale
30 g Biskotten

Füllung:
900 g Heidelbeeren
150 g Zucker
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
30 g Biskotten
30 g Maizena

Streusel:
100 g Butter
100 g Zucker
200 g Mehl
etwas geriebene Zitronenschale
4 g frischer Rosmarin (ganz fein gehackt)



Butter und Zucker verkneten. Dann die restlichen Zutaten für den Teig einkneten. In Folie wickeln und im Kühlschrank einige Stunden kalt stellen, am besten über Nacht. Den Teig ausrollen und in eine Springform mit 28 cm Durchmesser geben, einen drei Zentimeter hohen Rand ausformen. Die Biskotten zerbröseln und auf dem Teig verteilen.
Für die Füllung die Heidelbeeren mit Zucker, Zitronenschale, Biskotten und Maizena vermischen.
Für die Streusel Butter, Zucker, Zitronenschale und Rosmarin miteinander verkneten und mit Mehl abbröseln, bis krümelige Streusel entstehen. Die Füllung auf den Teig geben, darauf die Streusel verteilen. Für 50 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze backen. Völlig auskühlen lassen, dann aus der Form nehmen. Mit Staubzucker bestreuen und mit frischem Kaffee servieren.

Kommentare:

  1. Sieht der super aus - ich komm heut zum Kaffee!!!
    Zum Selberpflücken von Heidelbeeren hab ich keine Geduld - zum Glück kenn ich eine Frau, deren Passion ist Heidelbeeren pflücken. Sie verkauft sie für 2,00 € das Pfund!!! Meine Eltern haben Kulturheidelbeeren im Garten, die sind aber mit den Waldfrüchten nicht zu vergleichen. Ich liebe auch Heidelbeerstrudel(Hoibeerstrul - so sagt man bei uns).

    Ein kreatives Wochenende,
    Doris

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    1. Hallo Doris,
      Hoibeerstrul - klingt ganz fremd in meinen Ohren - wo bist du denn ungefähr daheim?

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  2. Huhu,

    wow, der sieht klasse aus und vor allem klingt das Rezept so lecker.
    Ich schließe mich Doris an und komme zum Kaffee vorbei ;)

    Ich liebe Heidelbeeren. In Verbindung mit dem Rosmarin und etwas Zitrone, das kann mir mir sehr gut vorstellen, geschmacklich fühl ich ihn schon im Mund. Den werd ich bald mal nachbacken =)

    LG, Stephi

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    1. ist wirklich eine schöne Kombination, ich bin dem Martin sehr dankbar für das Rezept! Komm ruhig, es ist noch mehr als die Hälfte da!

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  3. Und wieder einmal: Rezept kopiert und auf die Nachkochliste gesetzt! :)

    Dank Hund bin ich an den Wochenenden eigentlich zu jeder Jahreszeit ein paar Stunden im Wald. Ich pflücke also auch selber und fluche jedes Jahr mehr über die Rückenschmerzen.
    Meine Mutter hat einen Heidelbeerpflücker, von dem ich hin und wieder mal ein Kilo Waldheidelbeeren kaufen kann. Es ist unglaublich, aber der Mann verkauft nur an Stammkunden. Der hat da wirklich eine Marktlücke entdeckt.

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    1. Einen eigenen Heidelbeerpflücker hätt ich auch gerne. Aber es ist ja auch schön im Wald, es riecht so gut und die ersten 15 Minuten genieße ich das Pflücken wirklich, nur dann wird´s immer mühsamer ...

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  4. Lustig, ich habe auch gerade einen Heidelbeerkuchen aus TK-Eigenpflück im Ofen. Ich pflücke ja mit Kamm, das geht erstaunlich gut - falls reichlich Beeren vorhanden sind.
    http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2010/08/heidelbeerquarkkuchen.html

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    1. Mit Kamm, wirklich? Hat man da dann nicht unglaublich viel "Mist" dabei? Vielleicht leg ich mir auch einen zu, gesehen hab ich ihn schon in einem Geschirrgeschäft in der Nähe ...

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    2. Nein, da ist vielleicht ab und zu mal ein Blättchen drin, mehr nicht. Und es geht wirklich ruckzuck, kann ich nur empfehlen.

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  5. Die Werbung für diesen Kuchen ist dir gelungen - den merke ich mir für die nächsten frischen Heidelbeeren vor. Die handvoll in der Tiefkühltruhe reicht dafür leider nicht aus.

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    1. Die Handvoll iss mal lieber mit Joghurt und Zitrone - und vielleicht mit ein bisschen gehacktem Rosmarin und Zucker - damit du eine Ahnung hast, wie der Kuchen schmecken könnte ;-)

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  6. Glaubst du, passen rote Ribisel und Rosmarin auch zusammen oder sind die weniger sauren Heidelbeeren besser für diese interessante Kombi geeignet (was ich vermute)? Ich hab nämlich nur mehr Ribiseln eingefroren...
    lg, Friederike

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    1. Hallo Friederike,
      ich versuch mir gerade den Geschmack von Ribiseln und Rosmarin vorzustellen ... aber für Ribisel gibts doch das herrliche Rezept mit Gleichschwerteig und Schneehaube, da braucht´s gar kein Rosmarin, das ist auch so unschlagbar, meinst du nicht?

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    2. Da hast du natürlich recht!! Abe weil doch Rosmarin plus süß soo interessant klingt...

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  7. Liebe Küchenschabe,

    ich glaub fast, deine Version von meinem Kuchen schaut noch besser aus wie meiner. Und schmecken tut es sowieso genial. Wenn es dir zu weich ist einfach noch etwas mehr Biskotten unterrühren, denn die Heidelbeeren können schon sehr unterschiedlich Saft ablassen.

    Es grüßt nach Österreich mit bayerischem Gruße

    Martin

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    1. Lieber Martin,
      DANKE! Ein Lob vom Erfinder dieses Kuchens und professionellem Bäckermeister freut mich wirklich! Nächstes Mal probier ich es mit mehr Biskotten.
      Grüße ins schöne München
      die Küchenschabe

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  8. Ich freue mich schon jetzt, diesen Kuchen im Sommer zu backen, es ist wieder ein Rezept, bei dem
    man sich vorstellen kann, wie es in der Küche duftet.
    Danke liebe Küchenschabe!

    LG
    Gerti

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