Dienstag, 13. September 2011

Serenissima-Notizen




















Erste Station des Italien-Urlaubs: Venedig. Kultur. Biennale. Längere Recherchen waren nötig, um ein Hotel zu finden, das nicht zu teuer, zu kitschig und zu sehr in der Nähe der Touristenpfade ist. Außerdem sollte es ein halbwegs gutes Frühstück geben. Die Küchenschabe braucht ein gutes Frühstück, sonst läuft der ganze Tag unrund. Gefunden habe ich ein passendes Hotel schließlich im Cannaregio-Viertel, im Norden der Stadt: Residenz Cannaregio. Einziger Wermutstropfen: Internet funktioniert nur in der Hotellobby und im Garten. Schlecht für die Bloggerin.

Kulinarisch sind die Erwartungen nicht allzu hoch. Jeder, der schon mal in Venedig war, wird das verstehen. Auch in Osterien und Restaurants herrschen Nepp und Raubrittertum vor. Und auch wenn eine einfache Vorspeise mit 20 Euro zu Buche schlägt, ist das noch lange keine Qualitätsgarantie. Küchenschabe und Mitkoch wissen das aus früheren Besuchen und haben sich vorher gegenseitig das Versprechen gegeben, sich diesmal nicht neppen zu lassen. Zumindest am ersten Tag ist das gelungen. Nach einem Tipp aus dem Buch "Besser. Einfach." von Wolfgang Böck und Günther Schatzdorfer genossen wir ein Abendessen im Paradiso perduto, mitten in Cannaregio. Das verlorene Paradies präsentierte sich als unkompliziertes, sympathisches Studentenlokal mit einfacher, guter Küche. Und Hauswein. Bigoli, einmal mit Tomatensauce, einmal die klassische Variante mit Sardellen. Preiswert im positiven Sinn. Dazu gute Musik.





























Auch am zweiten Abend hatten wir Glück. Ebenfalls am Fondamente de la Misericordia in der gleichnamigen Osteria. Auch hier gute Küche zu fairem Preis. Polpettini mit Balsamico, Linguine mit Tintenfisch in seiner Tinte, Sarde in Saor, Calamari fritti – dazu wirklich kühler Weißwein und das Plätschern des Wassers.
So, und jetzt kommt erst einmal Kultur. Biennale. Die hatte ja in ganz Venedig am Montag Ruhetag …

Kommentare:

  1. Wunderschöne Stimmungseindrücke - Kompliment!
    Macht Lust, das überfüllte Vendedig mal wieder zu besuchen! Also nur her mit schönen Tipps :)!

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  2. ich mag venedig sogar zur hochsaison, daher beneide ich dich - im büro sitzend - schon etwas.
    Ich hatte kulinarisch in venedig immer glück: einfach der nase nach, wo es gut roch und nett aussah, sind wir essen gegangen.das waren dann immer überraschend billige arbeiter und rentner wirtshäuser.

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  3. Hach! So schön! Solche Eindrücke machen Fernweh!

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  4. Ach, da hätt ich schon ein paar Tipps für Dich gehabt. Es kann Dir ja passieren, dass genau neben einer völlig touristischen cicheti-Bar eine ganz unscheinbare steht, wo man fanstisches Essen bekommt, zum halben Preis.

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  5. Na dann schnell her damit ;-), ich such ohnehin noch was für heute abend ...

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  6. hilfe, ganz überlesen, bist du schon daheim? oder noch da?

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  7. Bacareto da lele am Campo dei Tolentini (sehr gute chicetti)

    Bancogiro (ist eine alte Wechselstube)
    Weinbar in einem alten Gewölbe zwischen Fischmarkt und Rialto, Campo San Giacometti

    Al Casin dei Nobili in Dorsoduro

    Alla trestiere, Calle del Mondo (guter Fisch)

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  8. bin jetzt schon in Udine, hab mir die Tipps aber für den nächsten Venedig-Urlaub gespeichert, danke!

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  9. Vielen Dank für die Bewertung Ihrer Erfahrung in Venedig. Interessante Blog-Name übrigens :)

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