Freitag, 18. Mai 2012

IM NAMEN DES SCHWEINS

Wieder daheim. Die eingekauften Schätze sortiert: Kandierte Früchte (Mandarinen, Feigen und grüne Mandeln in der Schale - was mach ich bloß damit?), Schokoladen, Honig, Bitterorangenmarmelade (nach einem hochinteressanten Rezept unserer spanischen Freunde - ich muss unbedingt nächsten Winter Bitterorangen auftreiben!), Safran (zur Querverkostung mit pannonischem Safran vom Pinterits), Bomba-Reis, Nora-Paprika, vor allem aber feinstes iberisches Schweinefleisch: vakuumverpacktes Secreto (stark marmorierter Muskel aus dem Ibérico-Schweinerücken) und Pluma (Rückendeckel).
Dann die Fotos sortiert, da finden sich vor allem sehr, sehr viele Marktfotos:





Extra für Ellja fotografiert: So sehen also glückliche Hühner aus ;-) ...

Zum Schweinefleisch kann ich nach dem letzten Wochenende schon sagen: Ich habe noch nie derart zartes, wohlschmeckendes Fleisch gegessen. Wir haben uns am Samstag, gleich nach unserer Rückkehr, liebe Freunde eingeladen. Und da der Haushalt noch nicht wieder total funktionstüchtig war, gab es das mitgebrachte iberische Schwein. Das Secreto war schon ganz wunderbar, die Pluma (spanisch für Feder) unglaublich weich. Beide Teile nur gesalzen und gepfeffert, im Ganzen kurzgebraten. Einige Minuten im warmen Ofen rasten lassen, in Streifen schneiden, mit knusprigen Kartoffelscheiben und Wildspargel anrichten. Mehr brauche ich eigentlich nicht.

Oben im Bild Pluma, darunter Secreto.
Nachspeise war diesmal: Torte del Casar. Spanischer Schafskäse aus der Extremadura. Milch von Merino- und Entrefino-Schafen wird nur mit pflanzlichem Lab zur Gerinnung gebracht. Der Käse - ein großer, runder Laib - hat einen harten Deckel. Der wird weggeschnitten und das cremige, intensiv schmeckende Innere mit Weißbrot verputzt. Foto hab ich leider keines vom Käse, da war die Neugierde zu groß. Und den übriggebliebenen Rest haben wir unseren begeisterten Gästen mitgegeben.

Ein Highlight des Barcelona-Besuchs war - neben dem Besuch des Alkimia - eine Schinken- und Speckverkostung im Hinterzimmer eines Delikatessen-Ladens (mit Wein, vom Besitzer Antonio kostenlos zur Verfügung gestellt!). Nicht irgendein Schinken, sondern Schinken von Manuel Maldonado. Dessen Schinken ist als Jamón Ibérico de Bellota, also dem Besten was es an spanischem Schinken gibt, noch einmal herausragend - sagt die Küchenschabe, die schon einige Schinken von Steineichenschweinderln verkostet hat, und auch schon einen ganzen solchen Schweinehaxen zu Hause hatte. Maldonado ist sozusagen der spanische Labonca. Mehr über ihn kann man hier lesen. Bei der Verkostung kam die Fotografie fast zu kurz, zu groß war die Begeisterung, zu groß der Appetit. Ein paar Fotos sind schnell, schnell doch entstanden:

Die folgenden Fotos kommen aus der Cerveseria Moritz. Moritz ist ein spanisches Bier, mit Hauptsitz in Barcelona, genauer gesagt im Stadtteil Raval. Der Gründer der Brauerei kam aus dem Elsass, daher der ungewöhnliche Name (der uns gleich gefallen hat, unser roter Kater heißt nämlich auch so). In der gestylten Cerveseria gibt es eine Schaubrauerei und eine große Tapas-Bar - ein guter Platz, um den Urlaub ausklingen zu lassen ...

Kommentare:

  1. Ah, die Fleischtigerin hat so richtig geschwelgt - das merkt man an Fotos - schön!
    Grüne Mandeln (Aprilmandeln) geben die spanischen Avantgardeköche gerne zu Krustentieren oder Fisch (blanchiert). Im Orient legt man sie - wie grüne Walnüsse ein.

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    1. ich musss sie mal kosten - aber wahrscheinlich werden sie in einem Kuchen landen!

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  2. Bei mir gibt's auch in fast jedem Urlaub Marktfotos. Ich finde, das sind fast immer die schönsten Erinnerungen ;-)

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    1. stimmt schon - die Fotos mit Essbarem drauf schau ich mir immer am liebsten an!

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  3. Wunderbare Eindrücke! Für die Mandeln kannst du heute mal bei Robert vorbeischauen! LG

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    1. da war ich schon - ihm fällt zu süßen, eingelegten grünen Mandeln auch nicht mehr ein als mir :-)

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  4. wunderschöne Bilder, vielen Dank für's Einstellen
    liebe Grüße
    Gaby

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    1. mach schon Lust, dort mal hinzufahren, oder?

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  5. ... kann man außer Märkten / Essen denn was anderes fotografieren?
    ;-)))

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    1. Da hast du völlig recht ;-) - bei mir sind die Bilder, die kein Essen abbilden, sehr in der Minderzahl (meist sind das Street-Art-Bilder, aber die parke ich bei Pinterest)

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  6. haha, das fette ganz oben war sicher besonders glücklich! :-)

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