Dienstag, 23. Juli 2013

DER BESTE HEIDELBEERKUCHEN, JETZT ABER WIRKLICH!



Vor ungefähr einem Jahr habe ich auf Michaels Blog das Heidelbeerkuchenrezept seiner Mama entdeckt. Er behauptet ja, dass es der Beste der Welt sei und bis vor kurzem war auch ich felsenfest dieser Meinung (jetzt kommt natürlich ein Satz mit "aber").
Aber dann hab ich eine kleine Zutat hinzugefügt und erst jetzt bin ich mir sicher, den Allerbesten gebacken zu haben. Ich habe vier Gramm feingehackte Rosmarinnadeln unter die Heidelbeermasse gerührt. Der Rosmarin schmeckt ganz zart durch und intensiviert gleichzeitig wunderbarerweise den Geschmack der Heidelbeeren. Michael: ausprobieren!

Für alle, die nicht auf den Link klicken wollen, hier noch mal das Rezept, reloaded sozusagen:

Heidelbeerkuchen mit Haselnüssen und Rosmarin

Mürbteig:
300 g Mehl (davon 50 g glattes Mehl, Typ 480, 250 g griffiges Mehl, Typ 480)
140 g Butter
70 g Zucker
3 Eidotter
3 EL Sauerrahm
Salz
etwas Zimt

1 l Heidelbeeren
mit 80 g Zucker gemischt

2 Eier, getrennt
4 g feingehackte, frische Rosmarinnadeln
100 g Zucker
50 g gemahlene, geröstete Haselnüsse
etwas Zimt
1 Packerl Vanillezucker

Einen Mürbteig zubereiten und eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
Das Backrohr auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Eigelb mit Zucker sehr schaumig rühren. Die gemahlenen Haselnüsse, den Zimt, die Rosmarinnadeln und den Vanillezucker unterrühren. Eiweiß steif schlagen und unterheben. Alles mit den gezuckerten Heidelbeeren mischen. Eine Springform mit 28 Zentimeter Durchmesser bebuttern und bebröseln. Den Mürbteig rund ausrollen und in die Form legen (mit einem Rand von ungefähr vier Zentimetern). Den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen und die Heidelmischung drüberleeren. Ungefähr eine Stunde backen.

Etwas überkühlen lassen, sonst plagt man sich beim Anschneiden. Lauwarm ist er dann schon etwas fester (aber hab ich gewartet? Nein, natürlich nicht. Darum konnte ich die ersten zwei Stücke auch nicht fotografieren, sie gerieten etwas außer Form ...)

Kommentare:

  1. Wow, sieht der saftig aus!!
    Und Zimt, Nüsse und Rosmarin!
    Falls es irgendwann mal etwas kühler wird, möchte ich den auch gerne haben ;-) Momentan sieht es aber nicht so aus...

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    1. ich backe auch, wenn's heiß draußen ist :-), ich nasche einfach zu gerne.

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  2. Oh, der sieht herrlich aus. Und mit Rosmarin im Kuchen kriegst Du mich immer. Den habe ich schon an einen Apfelkuchen geschmugelt, an einen Nektarinenkuchen.....

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    1. Ach Apfelkuchen, erinnere mich bloß nicht dran. Unser Klarapfelbaum ist ziemlich voll heuer, aber die Äpfel sind alle sehr klein. Für einen Apfelkuchen muss ich wahrscheinlich mindestens 20 davon schälen und entkernen :-(. Aber ich ess meine Apfelschlangerl halt sooo gerne mit Klaräpfeln ...

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  3. Habe ich da in meiner Blogsommerpause etwa etwas von lauwarmem Kuchen gehört? *Tellerchenhinhalt*

    ;-)

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    1. Du hast, Wildhendl, du hast - und wie immer natürlich extra für dich!

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  4. Ich backe auch in der größten Hitze. ;-) Aber Heidelbeeren habe ich noch nicht entdeckt. Ist aber notiert, witzig, dass Rosmarin zu ihnen passt... wie bist du darauf gekommen?

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    1. ich glaube, ich hab das mal bei der Micha von grain de sel gelesen, aber sicher bin ich mir nicht :-)

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  5. Es gibt wirklich bei manchen Kuchen das "beste" Rezept, der Käsekuchen von V, kathas Marillenkuchen und jetzt noch ein Blaubeerkuchen! Das muss ich ausprobieren. Aus Nostalgie kauf ich eigentlich jedes Jahr Heidelbeeren ( zu denen ich natürlich nicht Heidelbeeren sage sondern Hoiwerl) und mach dann irgendwas damit; letztes Jahr wurde es ein Cobbler von Thomas Keller. Und dann nach dem Essen immer diese blauen Zungen, als hätt man den ganzen Tag Rotwein degustiert.

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    1. Hoiwerl klingt voll nett. Eine Tante vom Mitkoch hat immer Hoabea gesagt :-)

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  6. Leider ist offenbar heuer ein schlechtes Heidelbeerjahr, zumindest ich hab noch keine einzige Beere gefunden...
    Rosmarin zu Heidelbeeren ist immer gut! Ich hab deinen Rosmarinstreuselheidelbeerkuchen vom letzten Jahr schon sehr genossen!

    lg

    (übrigens, deine knusprigen Zucchini funktionieren auch mit dünnen Kohlrabischeiben!)

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    1. mmhhh Kohlrabi, auch eine gute Idee!

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    2. Ich hab die übrige Knusperkruste am nächsten Tag auf eine Hendlbrust gelegt, auch sehr fein!

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  7. Hast du den Kuchen mit Wald- oder mit Zuchtbeerchen gemacht?

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    1. Zuchtbeeren meide ich wie der Teufel das Weihwasser ;-)), die schmecken ja nach gar nix. Nein, nein, ich hab am Markt die ersten Waldheidelbeeren gekauft!

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    2. habs mir eh schon bei der Farbe gedacht, ich mag auch nur die ausm Wald, bekomm sie aber leider hier nicht. Und heuer fällt auch noch der Kärntenurlaub aus... mmmhhhh Schwarzbeertatschi von meiner Mama, seufz
      wenn ich doch noch welche auftreiben kann und die Energie zum backen aufbringe, dann probier ich deinen Kuchen auf alle Fälle

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  8. Der sieht aber auch so aus, wie Du ihn nennst ... yummy!
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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  9. Meine Mutter hatte ja Bedenken, dass "die Leut" dann denken, sie hätte die Tannennadeln nicht ordentlich aussortiert. Auch ich bin bei meinem Lieblingskuchen eher konservativ vorsichtig. Aber ich muss sagen: du hast Recht!

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    1. Du musst eben die Rosmarinnadeln so fein hacken, dass man sie gar nicht mehr sieht in der Masse :-)!

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  10. Leider bin ich auch gerade in der Kuchensommerpause, aber der wird vorgemerkt!

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    1. Kuchensommerpause, das ist ja fürchterlich - gerade jetzt wo es so viel frisches, gutes Obst gibt! Willst du nicht noch mal in dich gehen und es dir überlegen?

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