Ich bin ja - im Gegensatz zum Mitkoch - nicht so der große Risottofan. Aber einen bestimmten Risotto mag ich total gerne. Denn er erinnert mich immer an den schönsten und romantischsten Ort in der Toskana. Bagno Vignoni, ein ganz kleines Dorf in der Nähe von Pienza im Süden der Toskana. In dieser Gegend gibt es viele heiße Quellen.
Am Hauptplatz des winzigen Ortes ein riesiges Becken mit warmem Wasser (baden darf man allerdings nicht drinnen). Drumherum nur ein paar Häuser, ein Hotel, Restaurants. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen als dort zu sitzen, wenn am frühen Morgen, oder auch an kalten Herbst- und Winterabenden die Nebel über dem Wasser aufsteigen.
Auch Filmemacher wissen um den besonderen Zauber dieses Platzes - Andrei Tarkowksi drehte dort Nostalghia.
Bagno Vignoni hat ein kleines, feines Lokal, die Osteria del Leone. Und weil der Ort so schön war, und das Essen so gut, muss ich immer an Bagno Vignoni denken, wenn ich diesen Risotto koche - ach, ich möchte gleich wieder dort hinfahren ...
Risotto mit Räucherkäse und Birne
für 2 Personen
200 g Carnaroli-Reis (Küchenschabe: Acquerello)
200 g geräucherter Käse, zum Beispiel Scamorza (Ricotta affumicata ist nicht ideal, der schmilzt aufgrund seines geringen Fettgehaltes fast nicht), die Hälfte gerieben, die andere Hälfte in Scheiben geschnitten
2 Birnen (geschält, entkernt, eine Birne püriert, die andere in dünne Scheiben geschnitten, beide in etwas Zitronensaft mariniert)
750 ml kräftige Suppe
3 Schalotten, fein gehackt
125 ml Weißwein
60 g Butter
30 Gramm Butter zerlassen, Schalotten darin einige Minuten dünsten. Reis zugeben und umrühren, bis der gesamte Reis mit Butter überzogen ist. Mit Weißwein aufgießen. Wenn der Reis den ganzen Wein aufgesogen hat, immer wieder mit Suppe aufgießen und umrühren.
Nach ungefähr zehn Minuten die pürierte Birne untermengen und weitere zehn Minuten aufgießen und rühren. Dann die Birnenscheiben und den geriebenen Käse dazugeben und drei bis vier Minuten mitrühren. Eventuell mit Salz abschmecken. Die restliche Butter zugeben, unterrühren, die Käsescheiben drauflegen und zugedeckt rasten lassen, bis der Käse leicht zerrinnt - ungefähr zwei bis drei Minuten. Dazu entkorkt der Mitkoch einen Frasi 2007 von Marco Capitoni aus Pienza - ein wunderbarer Wein!
Am Hauptplatz des winzigen Ortes ein riesiges Becken mit warmem Wasser (baden darf man allerdings nicht drinnen). Drumherum nur ein paar Häuser, ein Hotel, Restaurants. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen als dort zu sitzen, wenn am frühen Morgen, oder auch an kalten Herbst- und Winterabenden die Nebel über dem Wasser aufsteigen.
Auch Filmemacher wissen um den besonderen Zauber dieses Platzes - Andrei Tarkowksi drehte dort Nostalghia.
Bagno Vignoni hat ein kleines, feines Lokal, die Osteria del Leone. Und weil der Ort so schön war, und das Essen so gut, muss ich immer an Bagno Vignoni denken, wenn ich diesen Risotto koche - ach, ich möchte gleich wieder dort hinfahren ...
Risotto mit Räucherkäse und Birne
für 2 Personen
200 g Carnaroli-Reis (Küchenschabe: Acquerello)
200 g geräucherter Käse, zum Beispiel Scamorza (Ricotta affumicata ist nicht ideal, der schmilzt aufgrund seines geringen Fettgehaltes fast nicht), die Hälfte gerieben, die andere Hälfte in Scheiben geschnitten
2 Birnen (geschält, entkernt, eine Birne püriert, die andere in dünne Scheiben geschnitten, beide in etwas Zitronensaft mariniert)
750 ml kräftige Suppe
3 Schalotten, fein gehackt
125 ml Weißwein
60 g Butter
30 Gramm Butter zerlassen, Schalotten darin einige Minuten dünsten. Reis zugeben und umrühren, bis der gesamte Reis mit Butter überzogen ist. Mit Weißwein aufgießen. Wenn der Reis den ganzen Wein aufgesogen hat, immer wieder mit Suppe aufgießen und umrühren.
Nach ungefähr zehn Minuten die pürierte Birne untermengen und weitere zehn Minuten aufgießen und rühren. Dann die Birnenscheiben und den geriebenen Käse dazugeben und drei bis vier Minuten mitrühren. Eventuell mit Salz abschmecken. Die restliche Butter zugeben, unterrühren, die Käsescheiben drauflegen und zugedeckt rasten lassen, bis der Käse leicht zerrinnt - ungefähr zwei bis drei Minuten. Dazu entkorkt der Mitkoch einen Frasi 2007 von Marco Capitoni aus Pienza - ein wunderbarer Wein!
Nimmst du mich - als Toskana- und Risottoliebhaberin - gleich mit?? :-)
AntwortenLöschenJa, obwohl ich ja auch erst im Mai in der Toskana war, könnte ich schon wieder hin - daher danke für die schönen Fotos und das Risottorezept wandert natürlich direkt in meine Risottosammlung.
Aber gerne nehm ich dich mit, jetzt müssen wir nur noch den Mitkoch fragen, ob er nix dagegen hat;-)
LöschenWunderschön! Sowohl die Beschreibung des Ortes als auch die Beschreibung des Risottos. Das kann ich mir gut vorstellen, dass du da gern wieder hin willst. Sehr malerisch schaut das alles aus!
AntwortenLöschenja nicht wahr? Ein richtig verzauberter Ort (vor allem abends, wenn die Touristen weg sind)!
LöschenEin wunderschöner Ort. Das Birnenrisotto mag ich auch. Ein bisschen gerösteter Mohn drübergestreut steht ihm gut (so habe ich das mal in der Toscana gegessen).
AntwortenLöschenEine gute Idee, das mit dem Mohn - das hätte dem Foto auch gut getan :-)
LöschenDas Risotto bedient ganz und gar meine große Kulinarische Liebe - Obst mit Herzhaftem. Spannend finde ich den geräucherten Käse.
AntwortenLöschenja, ich weiß, dass das deine kulinarische Liebe ist, da sind wir uns sehr ähnlich (drum mag ich auch viele deiner Rezepte so gern!)
LöschenWelch ungewöhnliches Rezept - danke dafür!
AntwortenLöschen..und nimmst Du mich bitte auch mit nach Bagno Vignoni? Wenn Eva darf, darf ich auch, gell?
*g*
Liebe Grüße von
E., natürlich auch Liebhaberin der Toskana - in jeder Hinsicht
Klar, ich nehm euch alle mit, es muss es nur irgendjemand dem Mitkoch sagen ;-)
LöschenIch bin überhaupt keine Risottoliebhaberin, aber dieses Rezept könnte mir schon gut gefallen, weil ich liebe Birnen und Scamorza! Und den Aquerello hab ich auch seit einiger Zeit im Hause, scheint mir eine gute Wahl zu sein!
AntwortenLöschenHast du den Acquerello schon probiert? Wir mögen ihn sehr. Aus Spanien hab ich noch einen Bomba-Reis daheim, den muss ich auch noch verkosten, den mag Eline sehr, sagt sie, drum hab ich ihn mitgenommen!
LöschenDer Acquerello ist ein Bio-Carnaroli mit grossen Koernern und relativ viel freiwerdender Staerke. Der Bomba hat viel kleinere Koerner und weniger freiwerdende Staerke. Die beiden sind kaum vergleichbar. Fuer das Birnenrisotto, das ich gerade, dank deiner Anregung gekocht habe, habe ich Acquerello genommen. Fuer ein Risotto mit Wildente wuerde ich Bomba nehmen.
Löschenja, ich hab ihn schon 2 x gemacht, und das stimmt, die körner sind größer, was ich aber beim solo-risotto recht gut finde, so ist mehr substanz vorhanden ;-). Bomba-Reis kenn ich gar nicht. Aber zu einem Fleischgericht passen sicher kleinere Körner mit weniger Stärke besser, auch zu meinem geliebten Ossobucco milanese würde ich das meinen.
Löschentraumhafte Bilder und nicht weniger traumhaft das Risotto,
AntwortenLöschentolle Kombination Scarmorza und Birne, ganz mein Geschmack :-)
aber nicht sagen, dass du auch noch mitfahren willst nach Bagno Vignoni ;-)
Löschennein nein, ... keine Sorge.... ich fahre erst mal in Reha :-)
LöschenIch liebe Risotto, ich liebe die Toscana und dieses Risotto-Rezept sowieso. Hab ich mich jetzt qualifiziert für die Toscana-Reise, den ich will auch mit. Sag dem Mitkoch, dass er gleich einen ganzen Bus mieten kann ;-)
AntwortenLöschenDas werden ja immer mehr ;-)! Mein Mitkoch mit jeder Menge sympathischer Damen - das täte ihm sicher gefallen.
LöschenRisotto mit Frucht und Käse...ganz mein Fall.
AntwortenLöschenAcquerello ist wirklich ein wunderbarer Reis.
Schon lange mein Liebling.
Ja, ein feiner Reis - ich hab ihn erst vor zwei Jahren für mich entdeckt!
LöschenAch, wie schön!! In Bagno Vignoni waren wir einmal vor etlichen Jahren an einem wunderschönen, strahlend sonnigen (aber saukalten) Neujahrstag. Eine einzige Bar hatte offen, wo wir uns mit einem cafe wärmen konnten... (Wir sind azyklische Reisende, zB. in den Süden am liebsten im Winter).
AntwortenLöschenDas Risotto mit Birnen klingt gut!!
lg
Ich finde ja auch, dass Bagno Vignoni im Winter noch schöner ist. Ich möchte unbedingt in dieser Jahreszeit mal hinfahren - und vielleicht in einer warmen Therme plantschen :-)
LöschenBirne mag ich nur ersäuft in Rotwein. Ansonsten ist das einfach nicht meine Frucht. Und Birne im Risotto... das erinnert mich dann irgendwie an Milchreis mit Kompott oder so. Aber Toscana, das ist immer gut. Bist Du das, die auf dem untern Foto aus dem Fenster guckt?
AntwortenLöschenDu solltest diesem Risotto eine Chance geben. Birne mag ich roh auch nicht, ebenso wenig im Kuchen aber hier hat sie schon was!
LöschenAufmerksames Wildhendl: Cameo-Auftritt der Küchenschabe ;-))
Mondäner Cameo-Auftritt ;-))
LöschenBis vor 3 Jahren war ich auch noch rot und langhaarig. Dann nahm das Grau überhand - grau und langhaarig geht für mich nicht. Das sieht so nach «alter(nder)nativer» Lehrerin aus, drum jetzt grau und kurz. ;-)
Risotto geht bei mir immer. Bei uns aber umgekehrt, mein WInzer muss es jetzt nicht unbedingt so oft haben. Birnen mag ich auch, aber bei Birnen im/zum Risotto bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher...
AntwortenLöschenSpannend klingt es ja schon, aber ob ich mich da drüber traue?
Trau dich doch, es schmeckt wirklich fein - würde auch dem Winzer schmecken, bin ich mir ziemlich sicher :-)
Löschenokay, auf deine Verantwortung...
LöschenEigentlich finde ich Obst im Essen ganz schlimm. Aber Dein Risotto klingt sehr, sehr lecker. Vor allem weil ich diesen Sommer in der Toskana aus Versehen (tja, kleiner Übersetzungsfehler) Gnocchi mit Blauschimmelkäse und Birnen gegessen habe. Deshalb: Tolle Idee!
AntwortenLöschenHerzliche Grüße,
Dani
Hallo Dani, manchmal braucht es eben einen Übersetzungsfehler, um zum wirklich feinen Essen zu kommen ;-)
Löschendas klingt sehr "gschmackig" ;-). Wir haben von Freunden grad eine Box mit 6 verschiedenen Reissorten bekommen - bin gespannt, ob ich daraus was veröffentlichen kann.
AntwortenLöschenLiebe Grüsse aus Zürich,
Andy
DU darfst "lecker" sagen, als einziger - wenn doch dein Blog schon schon so heißt :-)
Löschenhm, ich hab doch kommentiert, direkt nach dem wilden HEndl, wohin ist er denn verschwunden, mein Kommentar.....
AntwortenLöschenist schon da - ich hab ihn im Spam-Filter gefunden. Google hält dich also für gefährlich ;-))
Löschenhihi, ja war klar, Kärnten landet im Spam, politisch... ich kann doch gar nix dafür :( na, war nur Spaß. Vielleicht kommentier ich schon zu viel und das wird langsam verdächtig...
LöschenPROST
Untersteh dich, weniger zu kommentieren :-)!!
LöschenIch bin sehr großer Risottofan und, ganz klar, sobald mir der nächste Scarmorza über den Weg läuft, wird dieser Risotto nachgekocht! Es klingt toll!
AntwortenLöschenIch habe gerade entdeckt, daß Du die Brandl-Semmerl als die besten empfiehlst. Ich kann Dir nur recht geben! Als ehemalige fast-Linzerin (ich war in der Hamerlingschule, bin dann aber nach Salzburg ausgewandert) bin ich außerdem dankbar für die Adressen in Linz, denn ich habe dort oft beruflich zu tun und gehe dann auch gern in Linz shoppen. Und bei der Kaffeerösterei in Traun schau ich auch mal vorbei! Liebe Grüße, Jule/Julia
Liebe Julia, das war auch meine Schule - schon ein Zufall, nicht? Schick mir einfach mal ein Mail, wenn du in Linz shoppen bist, vielleicht shoppen wir mal gemeinsam!
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