Donnerstag, 24. November 2011

Bier von König Bansah

© diekuechenschabe.blogspot.com_2011


Ein afrikanisches Curry. Danach hatte ich gesucht. Denn das Abendessen sollte etwas ganz Besonderes werden. Und es sollte zur Überraschung passen, die ich für den Mitkoch bestellt hatte. Der trinkt ab und zu gerne Bier. Auch etwas abseits des Mainstreams. Über Umwege war ich auf die Website von König Bansah gelangt. König Bansah verkauft dort unter anderem Bier, das in Ghana für ihn gebraut wird. Es nennt sich Akosombo, nach dem großen Staudamm, der den Volta-Stausee aufstaut. Er liegt im Hoheitsgebiet der Hohoe.

Céphas Bansah ist König der Hohoe, einer Gruppe im Stamm der Ewe im Osten Ghanas. Zum König bestimmt wurde er 1987,  da er Rechtshänder ist. Sein Vater und sein Bruder sind Linkshänder und die linke Hand gilt beim Volk der Ewe als unrein.

Die überraschende Berufung zum König erreichte ihn in Ludwigshafen. Céphas Bansah ist dort Automechaniker und hat eine eigene Werkstatt. Er kehrte allerdings nicht nach Ghana zurück, sondern verwaltet die Hohoe in seiner Freizeit per Telefon, Fax und Mail. Einige Male im Jahr reist er nach Afrika. Mit dem Erlös aus dem Bierverkauf werden Hilfsprojekte im Königreich Hohoe unterstützt, zum Beispiel Krankenhäuser und Schulen. Gebraut wird das köstliche, dunkel-bernsteinfarbige und feinhopfige Lager in Ghana, bestellt habe ich es hier.

Das von mir leicht abgewandelte Curryrezept aus dem Kochbuch von Madhur Jaffrey kommt aus Kenia. Das liegt zwar nicht unbedingt in der Nähe von Ghana, aber immerhin am selben Kontinent.

Dhania Chicken (Korianderhuhn)
für 2 Personen

7 cm Ingwerwurzel, grob gehackt
5 große Knoblauchzehen, grob gehackt
2 TL Salz
3 TL Zitronensaft
1 Hühnerbrust, enthäutet und kleingeschnitten
1 große Tomate, grob gehackt
50 g Koriandergrün
2 Habanero-Chilis
1 EL Tomatenmark
Erdnussöl
200 ml griechisches Joghurt, leicht aufgeschlagen
200 ml Hühnersuppe
3 EL Fischsauce

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Ingwer, Knoblauch, einen Teelöffel Salz und Zitronensaft mit zwei Esslöffeln Wasser zu einer glatten Paste pürieren und die Hühnerteile damit einreiben. Eine halbe Stunde ziehen lassen. In den bereits benutzten Pürierbecher die Tomate, den Koriander, Chilis, Tomatenmark, einen Teelöffel Salz und zwei Esslöffel Wasser geben und alles glatt pürieren. Das Öl in einer große Kasserolle oder einem Wok erhitzen und die Hühnchenteile samt der Marinade hineingeben. Unter Rühren etwa zehn Minuten anbraten, bis das Fleisch rundherum leicht gebräunt ist. Nun die Tomaten-Koriander-Mischung sowie Fischsauce und Suppe hinzufügen und unter Rühren weitere zehn Minuten kochen. Joghurt einrühren und noch mal fünf Minuten kochen. Jetzt den Deckel auflegen und fünf Minuten bei möglichst niedriger Temperatur garen. Dazu passt Reis und Akosombo-Bier.

Nachtrag Februar 2014: Hier gibts neues vom König!

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Kommentare:

  1. Dieser Mitkoch ist ein glücklicher Mann!

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  2. .... was für eine unglaubliche Geschichte, klingt wie ein Märchen ...

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  3. Das Huhn gefällt mir. In punkto Bier bin ich nicht so experimentierfreudig...

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