Dienstag, 19. Januar 2016

VON DER KÄLTE IN DIE KÄLTE

Eiskalt ist es momentan. Und wir sind zurück vom Ostsee-Urlaub auf Rügen. Es war, wie erwartet, ebenfalls ziemlich kalt. Aber wir hatten Ausrüstung wie für eine Nordpol-Expedition eingepackt und trotzten - dick vermummt - dem eisigen Wind an der Küste.


Wir frühstückten viel (ich bekam jeden Tag frischen Pfannkuchen!) unternahmen Strandwanderungen, wärmten uns anschließend mit heißem Grog auf. Danach schwammen wir im Hotelpool, faulenzten, lasen ein bisschen und aßen dann Fisch. Es waren schöne und gemütliche Tage, die mit einem zweitägigen Besuch von Leipzig auf der Heimreise ihren Abschluss fanden.


Noch auf der Heimfahrt kaufte ich einige Lebensmittel ein, ich wollte gleich am nächsten Morgen endlich wieder mal backen. Komischweise habe ich diesen Kuchen noch nie verbloggt, dabei gehört er zu meinen absoluten Lieblingskuchen.
Die Rede ist vom Germguglhupf. Ich esse ihn noch lieber als den "normalen" Guglhupf. Ich mag den zarten Duft von Germ sehr gerne. Außerdem schätze ich, dass der Kuchen nicht zu süß ist und so voller Rosinen. Die abgeriebene Schale von mindestens zwei Zitronen (natürlich auch Bitterorangen, wenn gerade erhältlich) sorgt für einen unwiderstehlich frischen Geschmack, zusätzlicher Eischnee macht ihn noch flauschiger. Und ein Gupf Schlagobers dazu ist auch kein Fehler!

Gerührter Germguglhupf

300 g Weizenmehl glatt, Typ 480
150 g Butter, zimmerwarm
100 g Feinkristallzucker
35 g Germ
125 ml warme Milch
100 g Rosinen, eine Stunde in Rum eingeweicht
4 Eier, getrennt in Dotter und Eiklar
1 EL Vanillezucker
abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen oder -Orangen
eine kräftige Prise Salz

Germ in einem Schüsserl mit der warmen Milch verrühren, mit etwas Mehl stauben und zugedeckt an einem warmen Ort  rasten lassen, bis sich grobe Risse zeigen. Eiklar zu festem Schnee schlagen. Butter mit Zucker, Vanillezucker, Zitronenschale und Salz schaumig rühren. Nach und nach die Eidotter zugeben. Dampfl und Mehl sowie abgetropfte Rosinen unterrühren. Zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben. Den Teig gleichmäßig in einer gebutterten, bemehlten Form verteilen. Die Form zudecken und die Masse an einem warmen Ort etwa eine Stunde gehen lassen

Backrohr auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Kuchen etwa eine Stunde backen, in der letzten Viertelstunde eventuell zudecken, damit er nicht zu dunkel wird. Wer das allerdings mag (so wie ich) kann es auch bleiben lassen. Aus dem Backrohr nehmen, einige Minuten abkühlen lassen, dann auf einen Teller stürzen, schneiden und mit Staubzucker bestreut servieren (und natürlich mit einem Gupf Schlagobers und einem Cappuccino).

Zum Schluss ein paar Hotel-, Restaurant- und Einkaufs-Links, mehr Fotos wie immer hier.

Hotels:
Springbach-Mühle in Bad Belzig
Dorint Hotel auf Rügen
Victor's Residenz Hotel, Leipzig

Restaurants:
Strandhalle, Binz
Bootshaus, Binz
Fischmarkt, Binz
Weltenbummler, Binz
Auerbach-Keller, Leipzig
Barthels-Hof, Leipzig
Zill's Tunnel, Leipzig

Die Inselbrauerei auf Rügen - ziemlich neu, tolle Biere!
Geschäfte:
Inselbrauerei, Rügen
Ganos, Kaffeerösterei Leipzig
Laden und Werkstatt für Schmuck, Leipzig



Kommentare:

  1. Danke für's Mitnehmen, ich träume auch schon lange mal wieder von Spaziergängen am Meer :-)

    Dein Kuchen wäre sich das perfekte für danach - der sieht klasse flaumig aus! Ich habe noch nie von Hefekuchen gehört, dem Eischnee untergehoben wird. Spannend, muss ich testen!

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    1. Das mit dem Eischnee mache ich seit einigen Jahren beim Germguglhupf - vorher war er mir, trotz langer Gehzeit einfach immer zu fest :-), jetzt ist er schön flauschig!

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  2. Hach, bisschen neidisch grad guck. Wir waren ja über Silvester auf der Hallig Oland. Und ich habe eigentlich erwartet und gehofft, dass es schon Minus-Temperaturen hat. Aber leider war es für einen schönen Grogg nach dem Spaziergang meist zu warm :-(
    Aber Du erinnerst mich mit Deinem Germguglhupf an das Rezept eines wunderbaren Haselnuss-Guglhupfs (eben mit Hefe), das ich schon ewig nicht mehr gebacken hab. Dafür ganz lieben Dank :-)
    Viele Grüße
    Sylvia

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    1. Wir finden immer mehr Gefallen am Norden Deutschlands - nur immer Hochsommer sollte man eher nicht auf Rügen urlauben, haben uns Einheimische geraten - einfach zu viel Betrieb :-)!

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  3. Der Gugelhupf liest sich klasse, werde ich schnellstmöglich ausprobieren!
    Darf ich fragen was das für eine Backform ist? Gefällt mir sehr gut!

    Herzliche Grüße
    Anja

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    1. Hallo Anja,
      Danke! Meine Guglhupfbackform habe ich bei einem Elsass-Urlaub vor einigen Jahren erstanden

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  4. Hallöchen...
    nachdem z.Zt. es auf österr. Blogs wunderbar Gugelt...
    hier kommt der ultimative Hupf

    250 ml lauwarme Milch
    1 Würfel Hefe
    1 Tl Zucker
    500 g Mehl
    200 g weiche Butter
    1 ½ Tl Salz
    Pfeffer aus der Mühle
    Muskat
    2 Eier
    4 Eigelb
    200 g durchwachsener Speck
    1 Bund Petersilie
    1 Bund Schnittlauch
    100 g Haselnüsse
    Butter für die Form

    Zubereitung:
    100 ml Milch, Hefe und Zucker glatt rühren. 400 g Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken. Hefemischung hineingeben, mit etwas Mehl vom Rand bestäuben. An einem warmen Ort 15 Minuten abgedeckt gehen lassen. Butter, Salz, Pfeffer und Muskat mit dem Mixer sehr cremig rühren. Eier und Eigelb einzeln und 100 g Mehl unterrühren. Mit 150 ml Milch zum Vorteig geben. Zu einem glatten, glänzenden Teig verkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten auf das doppelte Volumen aufgehen lassen.

    Speck fein würfeln, ohne Fett kross ausbraten, auf Küchenpapier entfetten. Kräuter fein hacken. Nüsse ohne Fett anrösten. Eine Gugelhupfform fetten, mit 25g Nüssen ausstreuen. Teig mit einen Kochlöffel nochmal gut durcharbeiten. Speck, Kräuter (2 El zurück behalten) und 75 g Nüsse unterkneten, abschmecken. Teig in die Form füllen und abgedeckt weitere 20 Min. gehen lassen.

    Im vorgeheizten Ofen 250 Grad auf der 2. Schiene von unten 10 Minuten, dann weitere 20 Min. bei 180 Grad backen. 5 Min. in der Form lassen, dann stürzen. Mit den restlichen Kräutern bestreuen.

    Vorher gibt es eine Fritatten- oder Griesnockerlsuppe oder auch nur ein Glaserl Wein am Abend oppsala dürfen auch gerne zwei Glaserl sein.

    Buon Appetito!
    Lucullus (bin gespannt ob die Küchenschabe merkt wer hier getippselt hat ;) )

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    1. ich habe nicht die leiseste Ahnung, wer mir da so ein tolles Rezept geschickt hat (eventuell QD?) - würde aber sehr gerne noch einen Hinweis bekommen ;-))
      Und der Guglhupf liest sich sehr gut - der kommt diesen Winter noch dran, dankeschön!

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  5. Guglhupf lässt mich generell kalt, daher hätte ich beinahe das schöne Maschinchen im Hintergrund übersehen!

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  6. War ein Versuch wert mit Germ....kannte ich so nicht und endlich auch die Rosinen sind schön verteilt und nicht nur am Boden . Lecker, wird nicht der letzte Gugelhupf bleiben....Danke für das Rezept....das mit der Sahne dazu muss ich morgen probieren wenn noch was übrig bleibt vom,Gugel
    Herzliche Grüße Christine

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  7. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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