Montag, 27. April 2015

FUSION-FAJITAS

Tacos, Quesadillas, Tortillas, Fajitas - diese Begriffe waren für mich lange Zeit spanische, oder eher mexikanische Dörfer. Ob es da Unterschiede gab, und worin die bestanden, hat mich nicht so richtig interessiert. Denn wenn der Mitkoch im Lokal Fajitas oder Quesadillas bestellte, habe ich Rippchen gegessen. Ich hab zwar gesehen, dass er verschiedenstes Gemüse und Fleisch in palatschinkenartige Fladen eingewickelt hat - aber ich hab mich nicht genauer damit beschäftigt.

Das habe ich jetzt endlich nachgeholt und heute weiß ich, dass die Teigfladen selbst Tortillas heißen, und dass aus ihnen entweder Tacos (zusammengewickelt, gefüllt womit man will), Fajitas (meist gegrilltes Rindfleisch, aber auch Garnelen oder Huhn) oder Quesadillas (mit zusätzlich Käse) gemacht werden.

Am meisten hat mich das gegrillte Rindfleisch angesprochen, daher haben wir am Wochenende selbstgemachte Fusion-Fajitas produziert: Eine super Geschmackskombination: zartes Rindfleisch in einer würzigen Marinade, dazu sauer-scharfes Gemüse - da ist rein gar nichts übrig geblieben! Und wenn man die Tortillas nicht selbst macht, sondern fertig kauft, ist das ein ganz schnell gemachtes Essen.


Fajitas mit Rindfleisch, eingelegtem Chinakohl und Wasabi-Mayonnaise
für 2 Personen

Tortillas:
250 g Mehl
1/2 TL Salz
60 ml Pflanzenöl
1 TL Backpulver
125 ml warmes Wasser (wenn nötig auch etwas mehr)
Butter zum Bepinseln

2 kleine Steaks
Butterschmalz
Salz und Pfeffer

2 EL helle Misopaste
2 EL Mirin
1 EL brauner Zucker
2 EL Olivenöl
1 - 2 EL Wasser
Salz und Pfeffer

1/2 mittelgroßer Chinakohl
1 1/2 EL Reisessig (oder Zitronensaft)
1/2 TL geröstetes Sesamöl
1 TL Chiliflocken
Salz und Pfeffer

1 TL Wasabipaste (eventuell mehr, wenn's schärfer sein soll)
4 gehäufte EL selbstgemachte Mayonnaise
Salz zum Abschmecken

Für die Tortillas Mehl, Salz und Backpulver in eine Schüssel sieben. Das Öl dazugeben und einrühren. Dann das Wasser einrühren (am besten mit der Küchenmaschine), bis sich eine klebrige Kugel bildet. Diese in Klarsichtfolie wickeln und mindestens eine halbe Stunde rasten lassen.

Das Backrohr auf 70 Grad temperieren. Den Teig in acht gleich große Bällchen teilen und mit einem feuchten Tuch bedecken. Nacheinander die Bällchen mit den Fingern flachziehen. Dann in der Tortillapresse vollenden ­ oder auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz dünne runde Fladen mit einem Durchmesser von etwa 18 Zentimeter ausrollen. Eine schwere Pfanne trocken bei starker Hitze etwa fünf Minuten heiß werden lassen. Dann die Tortillas auf jeder Seite etwa 30 Sekunden braten, bis sich auf der Oberfläche braune Flecken bilden. Nicht zu lange braten, sonst werden die Tortillas hart. Die Tortillas mit etwas Butter einpinseln und im warmen Backrohr unter einem feuchten Tuch rasten lassen, bis alle anderen Zutaten fertig sind.

Für die Marinade Misopaste, Mirin, Zucker, Wasser und Öl gut miteinander verrühren, damit sich der Zucker auflöst. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Chinakohl in feine Streifen schneiden, salzen und pfeffern. Reisessig, Sesamöl und Chilflocken dazu geben und alles gut durchmischen. Einige Minuten ziehen lassen. Wasabi und Mayonnaise verrühren und abschmecken.
Die beiden Steaks salzen und pfeffern. In einer Pfanne in Butterschmalz auf jeder Seite etwa zwei bis drei Minuten scharf anbraten. Danach für zehn Minuten in die Marinade legen, ab und zu damit bepinseln.

Die Steaks aus der Marinade nehmen und in Scheiben schneiden. Nochmal kurz in der Marinade wenden. Die Tortillas aus dem Backrohr holen.
Mit einem Klecks Wasabimayonnaise, den Rindfleischscheiben und etwas Kohlgemüse belegen ... zusammenrollen ... genießen. Dazu für jeden ein Fläschchen Punk IPA von Brewdog: ¡que aproveche!

Kommentare:

  1. Oh Mann, echt fies, so schön ist das ... aber wahrscheinlich bin ich selber schuld, das auf nüchternen Magen zu lesen ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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    1. bei mir wird's auch langsam Zeit, dass ich etwas zu mir nehme, mir knurrt schon der Magen ...

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  2. Die Küchenschabe isst am Puls der Zeit, und es sieht wie immer fabelhaft aus!

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    1. Hehe, das ist ja ganz was Neues: ICH am Puls der Zeit ;-)) Zufälle gibts, unglaublich!

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  3. Für mich sind die mexikanischen Fladen immer noch ein Buch mit sieben Siegeln, wann die wie heißen etc. Wir haben aber in Wien ein mexikanisches Geschäft, das ich aufsuchen werde und Rezept finde ich ja dann in einem meiner Lieblingsblogs, auf dem leider viel zu selten gebloggt wird. ;)

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  4. Wenn du mich zu deinen Lieblingsblogs zählst, freut mich das sehr. Und ja, Asche auf mein Haupt, ich blogge derzeit sehr selten. Ich will das gar nicht ausführlicher erklären, es wird schon wieder besser werden :-). Zumindest denke ich nicht dran aufzuhören, wie es in letzter Zeit leider einige gemacht haben ...
    Übrigens: ich glaube, in dem mexikanischen Geschäft war ich im Jänner mal: meinst du das in der Siebensterngasse?

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  5. Das sieht so köstlich aus! Und ich finde eigentlich garnicht, dass Du selten bloggst! Im Gegensatz zu vielen anderen, die fast garnicht mehr, bis garnicht mehr bloggen - wie Du auch schon bemerkt hast....das finde ich echt schade...bin aber zum Teil vielleicht mitschuldig weil ich zwar mit Freude ein paar besonders schöne Foodbloggs lese und auch öfter Anregungen aufnehme und etwas nachkoche, aber selten bis nie kommentiere, was wahrscheinlich total frustrierend ist für denjenigen, der sich solche Mühe macht mit tollem Essen und ansprechenden Photos....ich werde versuchen, mich zu bessern! LG Andrea aus Gerasdorf

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    1. Hallo liebe Andrea,
      Ach, das ist doch völlig normal, das hab ich - bevor ich gebloggt habe - doch auch gemacht. Ich hab mir in irgendeinem Blog ein Rezept kopiert, wär aber nie auf die Idee gekommen, zu kommentieren, auch dann nicht, wenn ich es nachgekocht habe und es wirklich gut war! Aber ich freu mich richtig über deinen Kommentar, und noch mehr freu ich mich, wenn ich öfter was von dir höre :-)
      Am Wochenende fahren wir in dein Bundesland, ins Weinviertel, das wird sicher schön!
      LG Uschi

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