Mittwoch, 7. Oktober 2020

URLAUB NACHSCHMECKEN


Im September waren wir in Ligurien, haben in Sestri Levante gewohnt. Haben in den vielen kleinen Buchten im glasklaren Wasser geschnorchelt, Meerglas gesammelt. Waren in der Cinque Terre (auch heuer viel zu viele Leute), in Recco (Focaccia di Recco verkosten - da hat mich Herr Gerlach von der Süddeutschen ja so neugierig gemacht, dass ich diese spezielle Focaccia schon nachgekocht habe) und in Genua (tolle Hafenstadt, da müssen wir mal mehrere Tage verbringen). Haben Unmengen an Muscheln und Seegetier verputzt und sind viel Zug gefahren. Am Rückweg haben wir noch drei Tage Station in Venedig gemacht, und beim Heimfahren (wie immer) kräftig eingekauft.

Deshalb gab es einige Tage nach unserer Rückkehr frische Borlotti-Bohnen mit ganz viel ausgezeichnetem Olivenöl von Luca Caporale, Pan Pugliese und gebratene Pancettascheiben. Ein einfaches, aber unglaublich gutes Essen.


 

Borlotti-Bohnen mit Pancetta
für 2 Personen

ca. 500 g ausgelöste, frische Borlotti-Bohnen
6 Scheiben Pancetta
Hühnersuppe
2 Zweigerl Salbei und 2 Zweigerl Rosmarin
4 Knoblauchzehen, geschält
1 Lorbeerblatt
Olivenöl
Salz
Pfeffer



Die Bohnenkerne in einem Topf knapp mit Suppe bedecken und mit den Knoblauchzehen und den Kräutern etwa 35 Minuten lang knapp weich kochen. Abgießen, Kräuter entfernen, Knoblauchzehen aufheben und zu Mus zerdrücken. Die Bohnenkerne ein bisschen abkühlen lassen, dann in einer Schüssel mit (viel) Olivenöl und dem Knoblauchmus vermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Während die Bohnenkerne kochen, das Backrohr auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Pancettascheiben einige Minuten unter Aufsicht knusprig braten. Herausnehmen, auf Küchenpapier entfetten und auskühlen lassen.

Mit frischem Pan Pugliese (oder Baguette) und einem Friulano (passenderweise auch von Luca Caporale) genießen. 


 



Kommentare:

  1. Ligurien, wie schön!!
    Bei solchen schönen Bohnen finde ich es immer schade, dass sie ihr Muster nach dem Kochen nicht behalten,
    lg

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  2. Hmmmm, um solche reiche Beute beneide ich euch! Geniesst es!
    Ganz liebe Tessiner Grüsse von Sabine

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