Dienstag, 7. August 2018

WIEDER DA ...


Mehr als vier Monate Blogpause. Das kann nur heißen, dass Dinge vorgefallen sind, die ein Bloggen verhindert haben. Denn heimlich, still und leise würde ich meinen Blog nicht beenden. Mein Knieoperation im Frühling war geplant. Sie war zwar langwieriger als gedacht, aber kein Grund für eine längere Pause. Allerdings geriet unser Leben durch eine gleichzeitige ernste Erkrankung des Mitkochs aus den Fugen und die Prioritäten änderten sich erheblich. Inzwischen schauen wir wieder optimistischer in die Zukunft und ab jetzt wird wieder gebloggt.



Heiß ist es. Die Lust, lange in der Küche zu stehen, hält sich stark in Grenzen. Eingefrorener Topfen-Blätterteig verringert den Kochaufwand erheblich und sorgt im Verbund mit Ziegenkäse, frischen Feigen und Rohschinken für ein leichtes, feines Abendessen. Gegessen wird derzeit grundsätzlich erst, wenn die Sonne hinter den Bergerln verschwunden ist. Dann reiße ich alle Fenster und Türen auf, die Pflanzen auf der Terrasse werden gegossen und der Tisch wird draußen gedeckt. Nach einem heißen Tag, an dem die ganze Wohnung verdunkelt war, genießen wir diese Momente. 

Feigen-Ziegenkäse-Tartelettes
für 2 Personen als Hauptspeise, für 4 Personen als Vorspeise

Topfen-Butter-Blätterteig nach diesem Rezept (Hälfte der Masse verwenden, andere Hälfte einfrieren)
4 Stück Picandou (oder ein anderer Ziegenfrischkäse)
4 Blatt San-Daniele-Schinken oder ein anderer Rohschinken
2 reife Feigen, halbiert, Ansatz weggeschnitten
3 Eier
200 ml Sauerrahm
50 g Parmesan, gerieben
2 EL Schnittlauch, gehackt
Salz, Pfeffer

4 Tartelettförmchen (K: Durchmesser 10 cm, mit herausnehmbarem Boden - sehr praktisch)


Das Backrohr auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teig quadratisch ausrollen und vierteln. Je ein Viertel in ein Tartelettförmchen einpassen, überstehende Ränder wegschneiden. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Je ein Blatt Rohschinken zerzupfen und auf dem Teigboden verteilen. Den Ziegenkäse etwas zerbröckeln und auf dem Schinken verteilen. Dann eine halbe Feige mit dem Bauch nach unten drauflegen.

Eier versprudeln und mit Sauerrahm, Schnittlauch und Parmesan mischen. Mit Salz abschmecken und vorsichtig in die Tartelettförmchen rund um die Feigen gießen. Die vier gefüllten Förmchen auf ein Backblech stellen und etwa 30 Minuten goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen, lauwarm schmecken die Törtchen am besten. Mit einem Glas Wein und einem kleinen Tomaten-Rucola-Salat am besten nach Sonnenuntergang draußen genießen.

Apropos Tomaten und Rucola. Beide wachsen wie verrückt auf unserer Terrasse. Im ersten Jahr nach unserer Übersiedlung experimentiere ich mit den Pflanzen - ich teste aus, wer das Klima und den ständigen, leichten Wind verträgt, und wer nicht. Was ich jetzt schon sagen kann: Fast alle Kräuter sind mit dem Klima zufrieden, ebenso unsere Zitruspflanzen, unser Charapita-Chili, der Sichuanpfeffer (der schon ein richtig hoher Baum ist), der Granatapfel, die Feige, die Olive und der Mangold. Das Maggikraut (früher im Garten ein Unkraut), plagt sich noch etwas, genauso wie die Erdbeeren und der Borretsch.

Unsere Lieblings-Cocktail-Tomate "Mühls Mini" und eines unserer Insektenhotels

Der Charapita-Chili mit sicher mehr als hundert kleinen Früchten – und täglich werden es mehr ...

Sichuan-Pfeffer, inzwischen ein zwei Meter hoher Baum

Buddhas Hand - dank Überwinterung beim Gärtner heuer voller neuer Früchte



Kommentare:

  1. Ganz viel Gesundheit dir und dem Mitkoch. Heiß ist es hier auch, bei 36° blieb die Küche kalt

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    1. Danke, liebe Ulrike, wir hoffen sehr, dass alles wieder wird ...

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  2. schön, dass du und der Mitkoch wieder da seid - mit einem tollen Rezept!
    Alles Gute weiterhin, lg

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    1. Danke Friederike. Jetzt müsste es nur endlich wieder ein bisserl kühler werden ...

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  3. Alles Gute für Euch und dass es gut bleiben möge.

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  4. Meine Angst war also nur halb begründet, aber immerhin. Schön zu lesen, dass es wieder bergauf geht!
    Hast Du noch so ein feines Törtchen für mich? ;-)
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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    1. Für dich doch immer, mein Lieber! Liebe Grüße aus Oberösterreich

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  5. Sehr fein ... ich freu mich, dich wieder zu lesen.

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  6. Ach wie schön, dass du wieder zu lesen bist! Ab jetzt kommen hoffentlich nur noch gute Nachrichten von euch :-)

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  7. Wie schön, weiterhin gute Genesung für den Mitkoch und für euch beide GESUNDHEIT! GESUNDHEIT! GESUNDHEIT!
    Wie schön, dass ihr wieder geniesst und Essen an einer solch stilvoll gedeckten Tafel macht Freude und trägt neben den köstlich anzuschauenden Tartelettes zum weiteren Hochgenuss bei.

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    1. Liebe Sabine,
      danke! Ich finde auch, mein Mitkoch muss einfach wieder ganz gesund werden ;-), schließlich ist er unverzichtbar, auch in der Küche ;-))

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  8. Das ist schön, dass es wieder ein Lebenszeichen von dir gibt! Ich hatte die DSGVO in Verdacht, aber nun kam es offensichtlich ja schlimmer. Sowohl deinem Knie als auch dem Mitkoch alles Gute und werdet schnell wieder gesund.
    Mit Neid schaue ich deine Charapitas an - meine sind von April bis jetzt ca. 20 cm hoch geworden und hatten nicht eine einzige Blüte ... :o

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    1. Liebe Susi,
      ja, über die Charapitas sind wir auch sehr glücklich. Wir haben nur ein einziges Pflänzchen durchgebracht, das ist aber dafür ganz wunderbar gediehen :-))

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  9. Wie schön, dass "wieder da" auf dem Küchenschabe-Blog zu lesen! Alles Liebe und Gute der Küchenschabe und dem Mitkoch! Liebe Grüße aus Wien von Irmi E.

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    1. Liebe Irmi,
      Danke! Wir sind auch sehr froh, wieder "dabei" zu sein!

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  10. Obwohl sonst nur stille Mitleserin: Ich hab euch vermisst. Alles, alles Gute!
    Michaela

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    1. Liebe Michaela,
      danke fürs "vermissen" ;-) und danke für die guten Wünsche!

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  11. Auch freue mich, dass ihr wieder da seid und wünsche euch von Herzen alles Gute!

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    1. Liebe Maria,
      auch dir danke für die guten Wünsche und danke fürs Mitlesen :-))

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