Montag, 15. Februar 2016

ROTWEISSGRÜNGELB

Wir sind Zitrusfans. Wie man auf dem Blog unschwer erkennen kann, interessieren wir uns schon seit Jahren sehr für Zitrusfrüchte. Unsere letzte Neuerwerbung, eine kleine Amalfi-Zitrone hat gerade die ersten Blüten angesetzt, ebenso wie Kumquat, Buddhas Hand und Yuzu. Trotzdem haben wir uns ein Zitruspflanzen-Kaufverbot auferlegt - unser Wintergarten ist an der Grenze seiner Kapazität angelangt. Und weil wir diese Früchte so mögen, lag es nahe, bei einem Menü für liebe Gäste mal ganz auf sie zu setzen. Ich habe in jedem Gang, vom Aufstrich zum Gedeck über Vorspeisen und Hauptspeise bis hin zum Dessert Zitrusfrüchte verwendet.

Und zwar sowohl Zitronen, als auch Mandarinen, Blutorangen, blonde Orangen und Limetten. In der Küche roch es es den ganzen Tag fantastisch, wir filetierten, pressten aus, rieben Schalen und naschten immer wieder ein bisschen von den Früchten. Fürs Fotografieren nahm ich mir  leider viel zu wenig Zeit, aber zumindest die erste Vorspeise sah so bunt und fröhlich aus, dass ich schnell die Kamera geholt und ein paar Aufnahmen gemacht habe. Das klare Weiß der Burrata, das Rot der Blutorangen und das Grüngelb des Olivenöls vereint auf einem Teller macht automatisch gute Laune. Außerdem ist die Vorspeise schnell zubereitet und schmeckt durch das Koriander-Lavendel-Öl interessant und außergewöhnlich gut.

Burrata mit Blutorange und Koriander-Lavendel-Öl
für 4 Personen

2 große Kugeln Burrata (eine halbe Kugel pro Person)
3 Blutorangen
1 EL flüssiger Honig
1 TL getrocknete Lavendelblüten
1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt
1 EL Koriandersamen, geröstet und grob gemörsert
einige EL Olivenöl
einige Basilikumblätter
Salz

In einem kleinen Topf den Honig, das Olivenöl, Knoblauch, Lavendelblüten und etwas Salz bei mittlerer Hitze kurz aufkochen und sofort vom Herd nehmen. Durchrühren und auskühlen lassen. Dann die zerstoßenen Korianderkörner dazugeben.

 Die Orangen oben und unten kappen und dann Schale und weiße Haut (der Rundung der Frucht folgend) abschneiden. In etwa zentimeterdicke Scheiben schneiden, eventuelle Kerne und den kleinen Strunk in der Mitte entfernen. Die Burrata erst unmittelbar vor dem Servieren auseinanderschneiden, sie läuft sofort aus. Die Orangenscheiben (drei bis vier pro Person) auf den Tellern anrichten. Die Burrata daneben platzieren, Orangenscheiben und Käse mit dem Koriander-Lavendel-Öl beträufeln, etwas zusätzliches Olivenöl drübersprenkeln, leicht salzen und mit gehackten Basilikumblättern anrichten.


Kommentare:

  1. Herrlich! Ich schwelge auch zu gerne in Zitrusfrüchten, genieße sie wann immer es geht! Leider haben wir mangels geeignetem Überwinterungsraum so gut wie keine Gelegenheit, Pflanzen durchzubringen - an einem kleinen Kumquatbäumchen kam ich letztes Jahr nicht vorbei, dem hat die Nachbarin freundlicherweise Asyl im Wintergarten gegeben :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Überwintern ist sowieso immer problematisch - auch bei uns. Gerade lässt Buddhas Hand einen Menge Blätter fallen (gleichzeitig setzt er Blüten an). Aber er wird durchkommen, ist ja nicht mehr sooo lange ...

      Löschen
  2. Hab ich letzte Woche gemacht, allerdings mit "blutigeren" Orangen und ohne Lavendel :-)
    Grosses Kino, NOPI sei Dank!
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das mit dem "blutig" ist immer Glückssache - mal sind sie dunkelrot, mal nur rot gesprenkelt (die helleren haben wir einfach so vernascht ;-))

      Löschen
  3. Steht bei uns auch ganz oben auf der to-do-Liste. :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

      Löschen
    2. Nopi ist ja auch wirklich super, eindeutig mein Ottolenghi-Lieblingsbuch!

      Löschen
  4. Ein schönes - edles! - Gericht für düstere Tage.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. gottseidank kommen jetzt schon ganz langsam wieder die helleren Tage - wenn wir morgens zur Arbeit fahren ist es jetzt schon immerhin dämmrig - und sogar noch hell, wenn wir heimfahren :-)

      Löschen
  5. Na super, jetzt redest du da, dass "Nopi" dein Ottolenghi-Liebling ist ... Und ich hab mir gedacht, den spar ich mir, weil ich eh schon drei (oder vier?) andere von ihm hab ;-)))

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. meiner Meinung nach solltest du die anderen herschenken und dir das Nopi kaufen ;-)))

      Löschen
  6. Liebe Küchenschabe

    Ich habe das Rezept im Nopi Kochbuch mit grossem Interesse beäugt und mich nicht getraut mit dem Lavendel. Aber du sagst, es schmeckt? Der grosse, grosse Ottolenghi... Der spielt schon in seiner eigenen Liga!!

    LG us Zürich

    AntwortenLöschen