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Samstag, 4. Januar 2014

TOMATEN - JETZT!

Tomaten! Jetzt im Winter! Ja vielleicht sogar bis in den Frühling hinein!
Noch dazu mit gutem Gewissen - das geht! Mal davon abgesehen, dass sie aus Italien kommen und nicht vom Bauern ums Eck.
Piennolo-Tomaten heißen die kleinen Geschmackswunder. Sie sind eine rare Spezialität und werden nur noch in 18 Dörfern rund um den Vesuv - meist nur für den Eigenbedarf - angebaut. Einige Bauern haben sie vor dem Aussterben bewahrt und bemühen sich jetzt um diesen David unter den Tomaten. Ab Ende Juli werden die Winzlinge geerntet und mit einer dicken Schnur zu einer großen Tomatendolde gebunden. Auf Dachböden hängen sie so für mehrere Monate und werden immer süßer und aromatischer.


Dass man die in unseren Breiten bekommt, ist neu. Beim Gemüsedealer sind sie mir vor kurzem aufgefallen - und Neues will ich ja immer sofort haben. Jetzt hängen sie in meiner Speisekammer. Fürs Erste habe ich sie roh verkostet. Sie haben eine sehr dicke, feste Haut, schmecken aromatisch,  leicht süßlich. Also habe ich ihnen das Hemdchen ausgezogen und sie zu Tomatensauce verarbeitet.

Was soll ich sagen? Eine solche Tomatensauce schaffe ich mit österreichischen Tomaten nicht. Auch nicht mit denen aus meinem Garten. Obwohl sonnengereift und im optimalen Reifestadium geerntet. Geht trotzdem nicht.

Noch dazu habe ich mit den Piennolos gar kein Gschistigschasti veranstaltet. Ich hab sie enthäutet (das dauert ...). Die Häute in einem kleinen Topf mit wenig Salz und Wasser gekocht. Die gehäuteten Tomaten ebenfalls nur mit ein bisschen Salz so lange gekocht, bis sie völlig zerfielen, etwa eine Stunde lang.  Dann habe ich die ausgekochten Häute abgeseiht und weggeworfen, die Flüssigkeit zu dem zerkochten Tomaten gegeben und abgeschmeckt. Fertig. Beste Tomatensauche ever. Kann man gleich aufhören, im eigenen Garten nördlich der Alpen Tomaten zu kultivieren ... oder?

Und schon erwacht der Gärtnerehrgeiz in mir. Einige, nicht so schöne Piennolo-Exemplare habe ich nicht verkocht. Die hatten schon schwarze Punkterl oder waren ein bisschen matschig. Die habe ich halbiert und über ein Stück Küchenrolle gerieben, sodass die Samen dran hängen blieben. Die nassen Küchenrollenstücke zum Trocknen aufgelegt und dann verpackt.
Im Februar beginne ich mit der österreichischen Piennolo-Tomatenzucht. Mal sehn, was die Kleinen zum unserem Klima sagen ...

Sonntag, 21. Juli 2013

GARTENSCHAU ZUM ZWEITEN

Heute morgen ist mir eingefallen, dass die Küchenschabe im Juli ja ihren zweiten Geburtstag feiert. Und da ich den im Vorjahr mit einer kleinen Gartenschau begangen habe, werde ich auch heuer dabei bleiben ...


Eisenhut - Suchbild mit Ameise

Taglilien
Lavendel, Zyklamen und der Holzvorrat für den Winter
Brombeeren
Flockenblume
Moritz, fast völlig wiederhergestellt ...
Echter Bärenklau (Acanthus mollis)
Indianernessel, Taglilien und Schmetterlingsstrauch
Clematis
Der vordere Liegestuhl ist der meine, dorthin werde ich mich für den Rest des Tages zurückziehen ...

Donnerstag, 25. April 2013

AUS FÜR GRÜNE ZEBRAS?


Genau das könnte passieren. Denn die EU plant eine neue Saatgut-Verordnung. Dabei soll Bauern vorgeschrieben werden, welches Saatgut sie verwenden dürfen. Der österreichische Landwirtschaftsminister Berlakovich und die deutsche Agrarministerin Aigner fordern zwar, dass Gärtner und Züchter auch künftig ohne Einschränkungen anbauen können.

Das hilft uns Konsumenten aber nur wenig. Natürlich könnte ich dann nach wie vor meine alten Tomatensorten im Garten haben. Meine geliebten grünen Zebra und Mühls Mini. Aber die Vielfalt der alten Sorten, die man jetzt langsam überall kaufen kann, die wäre dahin. Und was machen österreichische Bio-Bauern, die sich verstärkt um alte Sorten bemühen?

Von der Global 200 Homepage:
2013 wird das EU-Saatgutrecht überarbeitet. Die Industrie betreibt Lobbying für Gesetze, die kleine Samenhändler, Baumschulen, bäuerliches Saatgut und die Sortenvielfalt gefährden.
Saatguttausch: Bald illegal?

Der freie Tausch von Saat- und Pflanzgut zwischen Bauern und Gärtnern könnte strafbar werden. Auch gefährdete Sorten dürften ohne aufwändige amtliche Zulassung nicht weitergegeben werden.

ARCHE NOAH und GLOBAL 2000 setzen sich für ein nachhaltigeres EU-Saatgutrecht ein. Zum Schutz der Vielfalt, der Konsumenten und der bäuerlichen Saatgut-Kultur.

Deshalb: Unterschreiben!




Donnerstag, 12. Juli 2012

GARTENSCHAU ZUM ERSTEN

Mit Tamariske ...

Rundherum wird in den Blogs das eigene Grünzeug präsentiert, also nehme ich die Kamera zur Hand und drehe auch eine Gartenrunde. Zorra behauptet ja, ich hätte einen Park, was maßlos übertrieben ist. Es ist ein mittelgroßer Garten mit alten Bäumen, einem kleinen Teich und einem Schwimmbecken. Mit Walderdbeeren, Weichseln, Klaräpfeln und Himbeeren. Mit Tomaten, Mangold, roten Rüben und vielen Kräutern. Mit Katze, trotzdem vielen Vögeln (Pirol!), kleinen Molchen und Kröten. Mit Steinmauer und Insektenhotel.

Gleich beim Eingang steht eine Gießkanne im Weg ...

dann folgen die Insektenhotels, meine Erdbeertrauben, Cyclamen und Walderdbeeren und meine Salbeiplantage.

Der Garten mit Granitsteinmauer und Ruheplätzchen ...

... mit Taglilien, Kletterrose in der Föhre, Currykraut und Rosmarin und einer wuscheligen Mohnblume, die der Wind irgendwann einmal angeweht hat, und die seitdem meinen Garten jedes Jahr verschönt.


Der kleine Teich, im Hintergrund ein Teil unserer Zitrusfrüchtesammlung und der Olivenbaum, der Marillenbaum, das Feigenbäumchen, der Sitzplatz unter dem Klarapfelbaum und der Liegeplatz mit Meyer-Zitronen.

Das vom Mitkoch gebaute, professionelle Tomatendach, die Chilis, bunter Mangold, und ganz zum Schluss das Allerwichtigste für meinen Garten, mein Katerchen:

 er heißt Moritz, ist 13 Jahre alt und der beste Mäusefänger weit und breit.
Übrigens "Gartenschau zum Ersten" heißt der Beitrag, weil die Küchenschabe heute ein Jahr alt ist ...








Mittwoch, 25. April 2012

HEUTE BLEIBT DIE KÜCHE KALT ...


Ein gewisses Desinteresse, was das Kochen betrifft. Zumindest momentan. Da verstehe ich Eline sehr gut.

Es gibt so viel zu tun. Und der Garten ist so schön. Im Abendlicht schaut er fast aus wie ein englischer Landschaftsgarten. Aber das Unkraut wächst. Und es ist so viel einzupflanzen, Kräuter, Gemüse. Und die Fensterläden sollte ich streichen. Außerdem ist es unerlässlich, bäuchlings auf der Holzterrasse zu liegen und die kleinen balzenden Molche im Teich zu beobachten. Und den dicken Roman unter dem blühenden Apfelbaum zu lesen. Alles möchte ich auf einmal machen, da wird das Kochen schnell in den Hintergrund gedrängt.

Und darum bleibt heute die Küche kalt und wir machen den ersten Ausflug zum Mostbauern. Also diesmal kein Rezept, nur ein paar Eindrücke von der Fahrt dorthin. Und von den gebratenen Ripperln. Und zum Schluss unser Garten im Abendlicht ...










Montag, 16. April 2012

FREYTAG, DER 13.

Suchbild mit Bloggerinnen:



Freitag, der 13. April 2012 (eigentlich schon Samstag, sehr sehr früh).



Ort: Gourmet Gasthaus Freyenstein, Wien.




Vier österreichische Foodbloggerinnen (außer der Küchenschabe noch Ellja, Eline und Katha) und deren Abwäscher,
 Sommeliers, Web- und Sängermeister, Kaninchenkiller, Mitköche und Mitesser.



Ich glaube, das Bild lässt ganz gut erahnen, wieviel Spaß es gemacht hat, neben feinem Essen (und Trinken) mit Freunden zu plaudern. Bezeichnend ist, dass über Gott und die Welt geredet - und viel gelacht - wurde und die Blogs (als eigentliche Ursache des Treffens) ganz in den Hintergrund gedrängt wurden. Von dieser Stelle ein Kompliment an alle: gescheit und launig, hintergründig und amüsant, schlagfertig und charmant ...




Ich freu mich schon auf das nächste Treffen!

Das ausgezeichnete Menü von Meinrad Neunkirchner (meine Favoriten waren die 
Lammleber und das Karamelmus):



Samstag, 24. März 2012

LA MIA CUCINA

Quadratisch, praktisch, gut: das ist meine Küche für mich. Steph will unsere Küchen sehen. Ich wollte meine ja zuerst nicht herzeigen. Aber ich habe mir in den letzten Tagen so viele Blogger-Küchen angesehen, teilweise kommentiert, da wäre es dann ja eigentlich unfair, die eigene nicht herzuzeigen.

Ich mag meine Küche, aber sie ist eine richtige Hexenküche. In meiner früheren Wohnung hatte ich eine Einbauküche, das wollte ich im Haus nicht mehr haben. Offene Regale haben natürlich viele Nachteile, das ist schon klar. Es sieht nie so ordentlich und aufgeräumt aus, wie in einer Einbauküche. Mehr wie eine Werkstatt. Aber irgendwie ist meine Küche das ja auch für mich. Natürlich ist sie mir zu klein, und ich tüftle immer herum, wie ich zu mehr Platz kommen könnte (zum Beispiel für einen Thermomix). Aber schaut mal selbst:

Links oben im Bild meine wichtigsten Kochbücher (der Rest verteilt sich auf Wohn-, Vor- und Schlafzimmer, insgesamt ungefähr 400), dann folgen Gewürze und die wichtigsten Koch- und Backzutaten. Hinter dem Ceranfeld (mit meinem Lieblingstopf von Creuset) habe ich ein einzelnes Induktionskochfeld untergebracht.

Oben in der Mitte des Bildes einer von zwei kleinen Canton-Lautsprechern, damit wir auch in der Küche unsere Lieblingsmusik hören können. Ganz hinten im Bild mein Holzofen, für den weltbesten Schweinsbraten und die weltbeste Martinigans. Hier noch mal der Ofen in Großaufnahme:



Da ich ihn eher selten nutze, habe ich eine mobile Holzarbeitsplatte drauf liegen, um mehr Arbeitsfläche zu haben. Darauf mein kleiner Kenwood, zwei Gläser von Zalto (die aufs Abspülen warten und ich trau mich nicht mehr - eins hab ich gestern schon kaputtgemacht) und ein altes Reklameschild.
Rechts daneben ein paar Wasserkaraffen und ganz unten im Regal (und nicht mehr im Bild) ein Teil meiner Essig- und Ölsammlung sowie zwei kleine Espressokocher.



Im alten Holzkastl sind alle Einzelteile der Küchenmaschine, das Katzenfutter und all jene Dinge untergebracht, die in offenen Regalen nicht so schön ausschauen. Damit sind wir schon bei der Eingangstür in die Küche.



An die Eingangstür schließt mein Vorratsschrank (ganz links im Bild). Dann mein Neff-Herd, darunter der große Kühlschrank mit Küchenmagnetsammlung.

Auf dem Neff-Herd eine Sammlung seltener (natürlich leerer) Bierflaschen, die der Mitkoch angelegt hat. Die Olivenholzbretter, die Messersammlung (Global, Güde, Nesmuk), die Porzellanspüle.



Dann noch das Plätzchen für die Kaffeemaschine und das Mahlwerk - das Fenster, von dem aus ich alle Nachbarkatzen im Blick habe - und aus!

Samstag, 18. Februar 2012

KRITISCHER BLICK: ICH WOLLT ICH WÄR EIN HUHN, ODER DOCH NICHT?



Verunsicherung? Nein, es wäre verlogen, jetzt zu sagen: "Wenn ich das gewusst hätte ...". Denn man weiß es ja. Liest es immer wieder. Oder liest geflissentlich drüber. Weil man es ganz genau dann doch nicht wissen will. Denn das würde bedeuten, man müsste sich umstellen. Und das wäre unbequem, anstrengend, auch teuer.

Dann kauft man eine Zeit lang Bio. Das müsste doch genug sein. Bio klingt beruhigend. Aber das unangenehme Gefühl verfliegt noch nicht ganz. Man kauft sich das Buch "Der große Bio-Schmäh" von Clemens G. Arvay und weiß danach: das unangenehme Gefühl war berechtigt.

Zitate aus dem Buch:
" ...Wenn Sie heute in österreichischen Supermärkten biologisches Hühner- oder Putenfleisch bzw. biologische Eier kaufen, dann nehmen Sie nicht das Produkt eines Bauernhofes mit nach Hause, sondern ein Konzernprodukt, das während der zentral gesteuerten Produktion zwischen Fabriken und Landwirten hin- und hergeschoben worden ist ... Im Supermarktregal ist dann auf dem Fleisch nur mehr der Name des Mastbetriebes angegeben. Die zahlreichen vor- und nachgereihten Stationen werden den Käuferinnen und Käufern vorenthalten ..."

" ... Die Gesetzgebung hat sich für die Lebensqualität der Bio-Tiere nicht sonderlich ins Zeug gelegt. Während man in der konventionellen, also herkömmlichen Eierproduktion sieben Legehennen pro Quadratmeter Stallfläche halten darf, sind es in der kontrollierten biologischen sechs - also genau ein Tier weniger. Bio-Masthühner müssen sich einen Quadratmeter Stallfläche überhaupt zu zehnt teilen  ..."

JA-757, Red-JA-brown und JA-Color-Yield sind die drei Hybridhühnerrassen, die die gesamte Bio-Branche beherrschen. Sie sind die beliebtesten Hybridrassen, weil sie langsamer wachsen als andere Sorten (Und dass nur die weiblichen Küken überleben, die männlichen sofort vergast werden, muss man ohnehin verdrängen).

Zitat: " ... Im Marketing werden den Bio-Hybridhühnern sogar klingende Namen wie etwa 'Schlierbacher Bio-Wildhendl' gegeben. Tatsächlich befindet sich in der Region Schlierbach lediglich die Fabrik mit ihren Kükenfließbändern, in der die Hybrid-Eier bebrütet werden. 'Wildhühner' trifft man seit über viertausend Jahren in der Landwirtschaft grundsätzlich nicht an. Sie leben - wie das Wort schon sagt - in der Wildnis, und zwar in Südostasien ..."

Es ist doch so: Ich habe nicht die Möglichkeit, zu überprüfen, ob das Bio-Huhn aus dem Supermarkt oder vom Fleischhauer auch ein "glückliches", artgerecht gehaltenes Huhn war. Ob es Auslauf und genug Platz zum Scharren hatte. Bio verpflichtet jedenfalls nicht automatisch dazu, dem Huhn auch die Gelegenheit dazu zu geben. Das hab ich jetzt bei Arvay gelesen. Und wichtiger als die Gewissheit, dass das Huhn nur Bio-Futter bekommen hat, ist mir, dass es dem Huhn zeitlebens gut ging.

Für uns Konsumenten ist es verflixt schwer. Viele von uns haben weder die Zeit, noch die Möglichkeit, sich nach Alternativen umsehen, das ist mir klar. Da ist dann ein Bio-Huhn aus dem Supermarkt immer noch viel besser, als ein x-beliebiges Huhn. Denn Bio bedeutet immerhin, dass diese Hühner Antibiotika nicht dauernd und automatisch ins Futter bekommen. Es bedeutet ein Minimum an Platz für jedes Huhn. Und immerhin die theoretische Möglichkeit eines Auslaufs im Freien.

Ich betrachte es als Privileg, dass ich mir die Zeit dafür nehmen kann, mich mit Bio allein nicht zufrieden zu geben: Unsere Eierfrau lässt die Eier bei einem Bauern in der Nähe ausbrüten. Dort wachsen die Wuserl garantiert bio und mit genug Platz auf. Sagt sie. Ganz sicher werden wir erst im Frühling bei einer Recherche vor Ort sein ...

Donnerstag, 29. Dezember 2011

RIESENSCHABE ODER FAUCHSCHABE?



Im Internet findet man alles. Sollte man meinen. Zumindest gehen viele Menschen davon aus, sieht man sich die Suchbegriffe an, die sie bei Google eingeben. Leider ­ oder Gottseidank ­ ist auch die Suchfunktion von Google nicht perfekt. Wie sonst lässt es sich erklären, dass Menschen auf meiner Seite landen, die "Call Girl Waldviertel" suchen.

Oder "Hugh Grant beim Kochen": Leider, leider, der war noch nie in meiner Küche. Würde mir aber gefallen. Andererseits hätte ich doch vielleicht lieber Michael dort. Der kann gut kochen und ist witzig. Außerdem hat er mich zu diesem Beitrag inspiriert.

Auch derjenige, der "sehen Küchenschaben?" eingegeben hat, wird sich nicht lange bei mir aufgehalten haben. Bei "des Satans heiße Katzen" wird es ähnlich gewesen sein.
Einige Fragen hätte ich allerdings durchaus beantworten können, hätte man mich nur direkt gefragt "essen die Engländer gegrillte Hähnchen", "Kann man Mangold als Salat essen?" oder
"65 ml sind wieviel?"

Etwas ratlos lassen mich die folgenden Anfragen zurück "wetter in kingsland tx", "manchmal hab en apfel wann sie halbier klar stellen warum" und "fleisch mit oberschienen chinesisch". Ich weiß einfach nicht, was der Leser da sucht. Im letzten Fall ging mir nach mehrmaligem Lesen dann doch ein Licht auf: Es lebe die Kreativität, auch bei der Rechtschreibung!

"was bedeutet gehackte hamster?" und "Hamster in einer Schüssel mit Trauben" lassen mich vermuten, dass Astrids Rezept Nachahmer gefunden hat und dass jetzt eben Hamster statt Eichhörnchen en vogue ist.

Wie man sieht, kristallisiert sich bei Wordle  ganz klar das Wichtigste heraus "wann essen". Und darauf antworte ich: So oft es Spaß macht, nur Gutes und am besten gemeinsam mit Familie oder lieben Freunden. Und wenn man mich fragen sollte "und was?", antworte ich mit meinem Lieblingssuchbegriff 2011: "frittiertes Etwas mit Schnabel".

Ich wünsche allen ein friedliches und genussvolles Jahr 2012.

Dienstag, 22. November 2011

ÖSTERREICHISCH-DEUTSCHE KONTAKTE: DIE FORTSETZUNG



Wenn beim Nachhausekommen ein Päckchen auf der Hausbank liegt, und der Absender Petra Holzapfel heißt, ist die Freude groß und die Neugierde sofort geweckt. Da muss auch Kater Moritz auf die sonst übliche, ausgiebige Begrüßung verzichten. Und die restliche Post bleibt erst mal unbeachtet.

Im August hatte ich Petra ­ von Chili-und-Cibatta als Dank für ihre Hilfe beim Suchen eines Rezeptes für Aroniagelee ­ ein Gläschen des Gelees geschickt. Sie hat mir daraufhin ein Päckchen Backmalz versprochen. Weit mehr als das Backmalz habe ich nun im Päckchen gefunden.  Meine Schätze sind: Backmalz, Mineola-Aperol-Gelee, Feigenchutney und Papaya-Chili-Konfitüre. Wie man sehen kann, hat es das Mineola-Aperol-Gelee nicht geschafft, ungeöffnet aufs Foto zu kommen, zu groß war die Neugierde. Es hat so gut geschmeckt, dass der Mitkoch und ich gleich das halbe Glas ausgelöffelt haben.

Die beiden Chutneys müssen noch ein bisschen warten: Manchmal braucht man eine kleine Auszeit, und wir fahren übers Wochenende nach Triest. Dort kaufen wir auch feinen Käse ein, und der wird dann zusammen mit den Chutneys verkostet ... vielen Dank, Petra!

Sonntag, 6. November 2011

KRITISCHER BLICK: FRISCHE ESL-MILCH?



Habt ihr es schon bemerkt? In den Supermarktregalen gibt es (fast) keine Frischmilch mehr. Die Milch ist zwar bio. Und fair. Und was weiß ich noch alles. Vor allem aber ist sie – und jetzt kommt´s: länger frisch! Ist doch toll, oder? Die hält und hält und hält. Wochenlang. Wie durch Zauberei.

Na ja, nicht ganz ... Sie wird eben höher erhitzt. Nicht so hoch wie H-Milch (hält also nicht monatelang), aber höher als pasteurisierte Milch. Sie schmeckt anders als Frischmilch. Und sie muss seit 2007 auch nicht mehr als hocherhitzt gekennzeichnet sein. Nur mehr als pasteurisiert. Sie heißt ESL-Milch (steht für "extended shelf life"). Steht aber nie drauf.

Will ich Frischmilch, muss ich lange suchen im Regal. Oft vergeblich.
Warum regt das keinen auf?
Ich möchte wieder eine breite Auswahl an Frischmilch haben!

Freitag, 9. September 2011

ZIMMER MIT AUSSICHT

Putzen, schälen schneiden.
Pürieren, montieren, confieren.
Halbieren, vierteln, achteln.
Erwärmen, anrösten, übergrillen.

Durchschnaufen ... aus dem Fenster schauen ...




































Allesamt nette Kätzchen, die sich da auf der Wiese vor meinem Küchenfenster tummeln. Unser Kater ist nicht dabei. Er liegt wahrscheinlich unter einem Strauch und schläft ...

Samstag, 3. September 2011

KRITISCHER BLICK: WELCHER FISCH?




















Tonno, Thunfisch, Atún - ich hab ihn so gerne gegessen, ich war thunfischsüchtig. Nein, falsch, ich bin immer noch thunfischsüchtig. Aber ich darf ihn nicht mehr essen. Zumindest nicht jeden. Sardinen auch nicht. Zumindest nicht die aus dem Mittelmeer. Zander: jein. Forelle: jein. Und Krustentiere vertrag ich sowieso nicht.

Der WWF Österreich hat einen kleinen praktischen Einkaufsratgeber herausgegeben. Dort werden im Ampelsystem die Fische gezeigt, die man nicht, eventuell oder noch mit gutem Gewissen essen darf. Fazit: Fisch nicht zu oft, möglichst aus heimischen Gewässern und mit Bio- oder Umweltsiegel. Die PDF-Datei kann man downloaden.

Der Fisch auf dem Foto ist eine geräucherte Lachsforelle. Hat einer meiner Arbeitskollegen gefischt und mir im Austausch für Zucchini (wieder ein paar losgeworden!) geschenkt.

Anmerkung zum Thunfisch: Ich hab´s nicht übers Herz gebracht, dem armen Thunfisch auch noch sein H wegzunehmen (beim Känguruh geht´s mir genauso).

Sonntag, 21. August 2011

KRITISCHER BLICK: FRISCHER BUTTER-BLÄTTERTEIG?





























Ich habe keinen selbstgemachten Blätterteig mehr. Und ich habe Lust auf die Himbeertarte von Eline. Also Blätterteig kaufen. Und daheim ärgern! Ich weiß schon, es ist alles korrekt, steht alles auf der Packung, das eine in mindestens 48 Punkt Schriftgröße "frischer Butter-Blätterteig", das andere in ungefähr 6 Punkt. Das eine vorne, das andere hinten. Hat alles seine Ordnung. Geärgert hab ich mich trotzdem: 15 Prozent Butter. Ansonsten pflanzliche Fette und Öle. Von den restlichen Inhaltsstoffen will ich jetzt gar nicht reden – iiiiihhh. Wenigstens keine Transfettsäuren. Trotzdem fühlt man sich getäuscht. Der Mitkoch, der um seine Himbeertarte fürchtet, sagt "Du hast ja recht. Aber das eine Mal. Wird uns schon nicht schaden." Ja gut, bleibt mir eh nichts anderes übrig, als die Packung zu verwenden. Bleibt die Frage: Kann denn die Industrie keinen echten Butter-Blätterteig produzieren? Darf ruhig auch mehr kosten.


Montag, 25. Juli 2011

WILDKAFFEE AUS ÄTHIOPIEN



















Durch einen Artikel in der Zeitschrift Geo bin ich auf ein interessantes Projekt gestoßen. Es ermöglicht äthiopischen Bauern, ihre Wälder zu nutzen und gleichzeitig zu schützen. Für den wild wachsenden Kaffee (von dem professionelle Kaffetester begeistert sind) erhalten die Bauern einen so guten Preis, dass der Wald für sie zu einer wichtigen Einnahmequelle wird. Neugierig geworden, hab ich mir eine Liste der Händler für diesen Kaffee gesucht und war am nächsten Tag – getreu meinem Motto "ich will alles, und das sofort ;-)" – schon unterwegs, um ihn zu kaufen. Ich hab mir die Sorten Medium und Espresso besorgt. Bei der ersten Verkostung war mir der Medium eine Spur zu mild, der Espresso war aromatisch und hat mir sehrsehr gut geschmeckt. Und wenn man damit Mensch und Natur hilft, mundet er gleich doppelt gut.